Wühlmausfallen wieder sicher nach Hause bringen.

 

Da bei einem Wühlmausfang doch mehrere Fallen im Einsatz sind, so besteht berechtigt die Gefahr, dass man Fallen verliert. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass man sich einige Handgriffe automatisch angewöhnt.

 

1.) Es sollten am Abend immer sämtliche Fallen eingesammelt und danach sofort abgezählt werden. Die Markierungsstöcke bleiben aber auf der Wiese stehen.

Erst wenn ich nun alle Fallen vollzählig zusammen habe, gehe ich die Stecken einsammeln. Würde ich also beim Fallen einsammeln auch gleichzeitig die Stöcke mitnehmen und es fehlten mir danach ein paar Fallen, so hätte ich nachher die größten Schwierigkeiten diese Fallen wieder zu finden, da mir alle Anhaltspunkte fehlen würden. So aber kann ich nochmals bequem die Fangplätze absuchen.

 

2.) Beim direkten Fallenstellen ist darauf zu achten, dass man immer nur so viele Fallen vom Fallenbund herunternimmt, wie im Endeffekt tatsächlich benötigt werden. Braucht man eine Falle, so nimmt man eine Falle, braucht man drei Fallen, so nimmt man drei Fallen vom Bund und schließt aber gleichzeitig immer wieder sofort den Fallenbunddraht.

 

3.) Weiteres nehme ich mir Holzstöcke mit der Form 1,5cm x 3cm zu Hilfe. Benötige ich eine Falle zum Stellen, so markiere ich diese Falle mit der Breitseite zur Länge des Feldes. Stock. Benötige ich zwei Fallen, so nehme ich einen Stock mit der Schmalseite zur Länge des Feldes zum Markieren. Benötige ich drei Fallen, so markiere ich diese Stelle mit zwei Stöcken mit je einer Schmalseite und einer Breitseite zur Länge des Feldes.

 

Klingt vielleicht etwas kompliziert, ist es aber nicht.

 

Eine einfache Rechnung:

Ein 1,5cm x 3cm Stock von der Breitseite gesehen = eine Falle.

Ein 1,5cm x 3cm Stock von der Schmalseite gesehen = zwei Fallen.

Ein von der Schmalseite und ein von der Breitseite gesehener Stock = drei Fallen.

Hält man sich nun an diese Spielregel, dann kann beim Stellen und beim Einsammeln praktisch keine Falle verloren gehen. Außerdem sehe ich schon weiten, wie viele Fallen jeweils an einem Fangplatz stehen.

 

4.)Bin ich mir also nicht ganz sicher, ob ich alle Wühlmäuse gefangen habe, so lasse ich die Markierungsstöcke über Nacht stehen und am anderen Morgen gehe ich diese Stöcke wieder durch. Sobald ich einen Stock finde, bei dem der Wühlmausgang zugewühlt wurde, stelle ich dort wieder eine Falle scharf. Die übrigen Markierungsstöcke kann ich ohne weiteres gleich einsammeln. Somit bin ich immer auf dem neuesten Stand.

 

5.) Füchse können sich zu Fallenräuber entwickeln, aber nur in von Menschen dicht besiedelten Gebieten, wo den Füchsen bereits die natürliche Scheue fehlt.

In Hohenems hat mir ein Fuchs über Nacht fünf Fallen geplündert. Dieses Gebiet ist bereits dicht besiedelt. Da ich dieses Problem vorher nicht kannte, ließ ich wie üblich die Fallen über Nacht stehen. Nach diesem Erlebnis habe ich natürlich meine Taktik sofort geändert und ich sammle seit diesem Tage alle Fallen ein.

Im normalen Fall geht ein Fuchs natürlich nicht zu einem Markierungsstab hin, denn der menschliche Geruch hält ihn davon ab. Im dicht besiedelten Gebiete sind die Spielregeln aber anders. Hier nimmt er sogar die Maus samt klimpernder Falle mit.

Solche Erlebnisse sind zwar ärgerlich, aber gleichzeitig auch eine Erfahrungsbereicherung.

In Gebieten wie Leogang, Berg Grießen, Waidring, Niklasdorf, Kapellen an der Mürz oder Mürzsteg, wo die Füchse noch recht misstrauisch sind, ist mir so ein Vorfall nie untergekommen. Allerdings lasse ich auch dort keine Fallen mehr über Nacht stehen.

 

6.) Auch Katzen können sich als Fallendiebe erweisen. In Berg Grießen klaute mir eine Hauskatze auf dem Feld die Schermaus samt Falle. Ich kam gerade des Weges, als ich die Katze damit davon springen sah. Ich hatte natürlich keine Chance ihr nachzukommen und somit war praktisch diese Falle verloren. So gesehen war es ja noch eine recht lustige Angelegenheit, denn die Katze musste hierbei ordentlich Gas geben. Ich war ihr recht knapp auf den Fersen, aber wie gesagt, eben nur knapp.

Solch eine Aktion kommt natürlich extrem selten vor und man sollte es einfach von der sportlichen Seite sehen. Man hat halt einfach ein Wettrennen verloren. Die Katze macht so einen Schaden ohnehin wieder auf ihre Art gut.

 

7.) Wie viele Fallen und Stöcke nehme ich mit?

Es hängt natürlich von der Größe des Einsatzgebietes ab, wie viel Material benötigt wird.

Ich habe da so meine Faustregel.

100 Fallen – 75 Stöcke

  70 Fallen – 50 Stöcke

  50 Fallen – 35 Stöcke

  30 Fallen – 20 Stöcke

  20 Fallen – 15 Stöcke

  15 Fallen – 10 Stöcke

  10 Fallen –   7 Stöcke

Mir diesem System komme ich eigentlich recht gut über die Runde und die Fallenverluste sind dadurch wirklich sehr gering.

 

 

Fallenverluste durch gezielt gesteckte Stöcke vermeiden.

 

 

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Wichtig ist, dass ich mir das längere Teil des Feldes zur Orientierung einpräge.

 

Deutlich zu erkennen.

Die Stöcke werden der Länge des Feldes angepasst.

 

Links.

Die Breitseite des Stockes gegen die Länge des Feldes weist auf eine Falle hin.

 

Rechts.

Die Breitseite des Stockes gegen die Länge des Feldes und die Schmalseite mit der Richtung zur Länge des Feldes deuten auf zwei Fallen hin.

 

 

 

 

 

 

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Links.

Die Schmalseite des Stockes mit der Richtung zur Länge des Feldes deutet auf zwei Fallen hin.

 

Rechts.

Die Schmalseite der beiden Stöcke mit der Richtung zur Länge des Feldes deutet auf vier Fallen hin.

 

 

 

 

 

 

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Links eine Falle

 

Mitte links drei Fallen

 

Mitte rechts zwei Fallen

 

Rechts vier Fallen

 

 

 

 

 

Wären sie in der Lage aus dem Stehgreif zu sagen, wie viele Fallen sich hier befinden würden?

 

 

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Sollten sie dies erkennen, so werden sie keine großen Fallenverluste ertragen müssen. Die Ausnahmen sind natürlich der Fuchs und die Hauskatze, welche die Fallen samt der Wühlmaus verschleppen können.

 

Werden die Fallen jeden Abend eingesammelt, so ist zumindest der Fuchs davon ausgeschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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