Die Feldmaus mit Erfolg jagen.
Die idealste Zeit ist die vegetationsarme Zeit. Diese beginnt Anfang
September und endet ca. Mitte bis Ende März. In dieser Zeit kann man mühelos
die Laufwege der Feldmaus finden.
Hat ein Feldmausfänger diese Zeit sozusagen „verschlafen“, so wird er sein blaues
Wunder erleben, denn die Feldmaus kann sich explosionsartig verbreiten.
Ich habe zahlreiche Baue leer gefangen. Im Durchschnitt muss mit 17 Feldmäusen
pro Bau gerechnet werden.
Im Gegensatz zur Wühlmaus ist die Feldmaus ein außergewöhnlich sich
schnell zu vermehrender Schädling. Dies kommt wohl von der guten Sippenhaft.
Sie sind sozusagen sehr verträglich, was der Wühlmaus nicht nachgesagt werden
kann. Fängt man eine Feldmaus so heißt das noch lange nicht, dass man Herr der
Lage ist. Nein, es tummeln sich noch zahlreiche Feldmäuse in diesem Bau herum.
Und trotzdem hat die Feldmaus einen Macker. Für ihre gute
Verträglichkeit fressen sie ihre toten Artgenossen auf obwohl ihnen nachgesagt
wird, dass sie Vegetarier sind.
Sie haben sich sozusagen „zum Fressen gern“.
Sobald der Graswuchs im vollen Gange ist, besteht fast keine Möglichkeit
mehr die Wege dieser Tiere zu finden. Ich habe mir extra Stellen auf den Wiesen
markiert wo zahlreiche Feldmauslöcher vorhanden waren. Es war mir beinahe
unmöglich diese Bauten noch am 30 April ausfindig zu machen obwohl ein Stock
die Stelle anzeigte. Das Gras umwucherte die Gänge wie einen Urwald.
Es besteht allerdings noch kurzfristig die Möglichkeit die Feldmaus nach
jedem Grasschnitt zu jagen. Diese Zeit ist aber sehr begrenzt, denn nach dem
Düngen schießt das Gras ja förmlich aus dem Boden. Aber wer stellt schon gerne
Fallen im Dung.
Mir persönlich ist keine weitere Mäuseart bekannt, welche sich so schnell
verbreiten kann.

Ein Feldmausbau im Spätherbst.

Ein Feldmausbau im Frühjahr.
Ist das Gras im vollen Wachstum, so wird es extrem schwierig die
Schlupflöcher und Laufwege der Feldmaus zu finden.