Die
Tierliebe endet dort, wo für mich der finanzielle Ruin beginnt.
Wenn ich z.B. durch irgend ein
Tier so schwer geschädigt werde, dass ich wichtige Anschaffungen verschieben,
oder ich mein Konto derart überziehen muss, dass ich längere Zeit nicht mehr aus
meiner Finanzmiesere komme, dann muss ich mir selber helfen. Unter Umständen
habe ich, nachdem ich mit Mühe das rettende Ufer erreichte, schon wieder den
nächsten Schaden. Ein Unglück kommt ja sprichwörtlich „selten alleine“.
Nehmen wir dazu das typische
Beispiel: „Steinmarder“, liebevoll Hausmarder, verächtlich Automarder
genannt.
Ich kenne keinen einzigen
Menschen in meinem Bekanntenkreis, welcher gerne für die Autowerkstätte
arbeitet. Im Gegenteil. Reparaturen sind zum Teil so teuer, dass man sich schon
beim Öffnen der Rechnung fürchten muss. Und dann kommt noch das
niedliche Tier „Steinmarder“ dazu, sozusagen das Tüpftchen auf dem i.
Bekommt man nun in der Nacht
den Besuch eines Steinmarders, so hat man ja noch Glück, wenn man erst gar
nicht mehr vom Parkplatz weg kommt. Diese Reparaturen sind ja „gelinde
ausgedrückt“ noch „am billigsten“. Bemerkt man einen Marderbesuch
aber nicht und man befindet sich in voller Fahrt auf der Autobahn und gerade
dort kommen die Folgen dieses Besuches zum Vorschein, so ist man ab 3000 Euro,
umgerechnet ca. 42000 Schilling oder 6000 Deutsche Mark voll dabei. Tja, da
kann man dann „mitreden“.
Da hilft auch nicht der Spruch „ man schaut doch auf das Armaturenbrett“, ob eh
alles in Ordnung ist. Ich z.B. schaue nicht ständig auf das Armaturenbrett,
sondern auf den Autoverkehr.
Nun, ich kenne Familien, die
haben an jedem Cent zu knabbern, sprich, sie können keine großen
„Sprünge“ machen. Und dann noch eine satte Rechnung, dass ist genau das, was da
noch fehlt.
Hat nun der brave Geschädigte
zu all dem Pech noch nicht mal eine Versicherung auf Marderbiss, so kommt er
voll zum Handkuss.
Bin ich nun nicht in der Lage
diese Rechnung zu begleichen, so beginnt die Justizmühle zu malen, denn der
brave Bürger muss seine Schuld bezahlen. Man zieht sozusagen einen „Rattenschwanz“
hinter sich her. Es ist ja verständlich, denn der Dienstleistungsbetrieb sprich
Autowerkstatt möchte sein Geld, so wie auch wir jeden 15 ten des Monats unser
Geld wollen.
Auch ich habe die nächtlichen
Besuche der Marder zu spüren bekommen. Vier Reparaturen mit jeweils über 200 –
500- Euro. Na, da hüpft einem das Herz im Leibe. Hier kommt wieder das
Sprichwort „der Teufel schläft nicht“ zu tragen. Weit schlimmer ist
aber, dass der Marder bei Nacht nicht schläft, während wir uns erholsam
im Bette wälzen, in dieser Zeit, in der dieses niedliche Tier uns finanziell
ins Fiasko stürzt.
Ja, was bleibt einem nun
übrig. Bezahlen und sich ruinieren lassen, oder sich selber verteidigen. Wird
das Auto von einem Mitmenschen beschädigt und ich gehe diese Person verklagen,
so ist die Rechtslage ja eindeutig. Gehe ich aber einen Marder verklagen, so
wird mich jeder Richter auslachen und ich erhalte eine Extra – Seite in der
Narrenzeitung.
Welche Möglichkeiten gibt es
nun für mich als geplagten Bürger?
Ich kann mir den Jagdpächter
zu Hilfe rufen indem er eine Falle stellt beziehungsweise mir eine Falle
leihweise zur Verfügung stellt.
Ich kann mir selber eine
Kastenfalle kaufen oder selber bauen und den Marder auf meinem Grund und Boden
fangen. Vor dem geplanten Vorhaben und nach dem erfolgten Fang, (der Fang
erfolgt zu 100%) werde ich den Jagdpächter verständigen, der dem Marder den Fangschuss
verpasst. Im Grunde genommen hat ja der Jagdpächter ein Anrecht auf den Marder,
denn er bezahlt ja auch brav seine Pacht. In vielen Fällen jedoch hat der
Jagdpächter kein Interesse am Hausmarder. In solch einer Situation erledige
ich, vorausgesetzt ich verfüge über ein recht starkes Luftdruckgewehr, diese
Aufgabe selber.
Am besten eignet sich ein
starkes Weitschussluftgewehr. Ein sauberer Schuss in die Stirn mit einer flachen
4,5mm Kugel und der Marder bleibt augenblicklich liegen. Die flachen Geschosse
haben eine bessere Schockwirkung und töten das Tier sofort.

Eine gesalzene Rechnung durch
einen Marderschaden kann so ein Pickerl bescheren.

Ein Marderkot beim
Autoabstellplatz kann ein Problem bedeuten.

Solche
Spuren auf der Motorhaube sollten zur Vorsicht mahnen.
Eine ständige Kontrolle der
Achsmanschetten und Kühlerschläuche ist sicher kein Nachteil.
Vielfach sagen die Leute: „Aber mein Marder tut doch nichts“.

Marderspur auf der
Windschutzscheibe. ( Vorderpfoten )

Rechte Vorderpfote des
Steinmarders.

Linke Hinterpfote des
Steinmarders.

Ja, aber
mein Marder tut doch nichts.

An dieser Stelle liegen das
ganze Jahr über Eier.
Fehlt ein Ei, bedeutet das für
mich „Alarmstufe ROT“