Wer ist im Grunde genommen
dumm?? Mus decumanus oder Homo sapiens sapiens.
Der moderne
Mensch
so wie wir heute gerne genannt werden glaubt in der Tat immer wieder, dass er
schlauer ist als des Königs Salamons Katze. Zugegeben, in der Technik wurden riesige
Fortschritte gemacht und bei der Ernährung gibt man sich auch gerne ernährungsbewusst. „Man will ja schließlich supergut drauf
sein“. Aber ist uns nun den wirklich bewusst, ob dies alles gut ist was wir bei
unserem Mund hinein schieben???
Ich habe mir also in einem Bio
– Laden fein säuberlich verpackte getrocknete Bananenscheiben gekauft.
Teuer...teuer... sage ich. Aber es ist ja schließlich gesund und Gesundheit
darf schon mal was kosten. Ich wollte mir die Scheiben genüsslich zwischen die
Backenzähne schieben, aber nach den ersten Bissen war mir natürlich klar, dass
diese Art Gesundheit nicht mein Fall wird.
Nun gut. Gekauft ist nun mal
gekauft und da ich dieses gesunde Bioprodukt nicht verwerfen wollte, so wollte ich es zumindest als Rattenköder einsetzen.
Ich war dabei natürlich recht großzügig und leerte den ganzen Sack bei den
Fangplätzen für die Wanderratten aus. Wanderratten sind ja Allesfresser. Tja,
dass dachte ich bis zu diesem Zeitpunkt.
Zu meiner Überraschung blieben
die leckeren, gesunden Bananenscheiben
liegen obwohl ich mir 100% ig
sicher war, dass Wanderratten in diesem Bereich sein müssten. Ich schüttete
also Hasenfutter unters „Bio – Futter“ und siehe da, dass Hasenfutter war bis
auf den letzten Brösel verschwunden. Die Bio – Häppchen blieben weiter liegen. Selbst
als ich die Fallen scharf stellte und eine Wanderratte nach der Anderen fing
blieben die Scheiben liegen. Und sie liegen heute noch. (28.02.2004) Allerdings
hat sich inzwischen schon eine leichte Staubschicht drauf gebildet.
Ich habe insgesamt 9
Wanderratten gefangen und der Weg welcher sie zu den Fallen führte war sehr „bananig“. (Früher hätte ich
gesagt: „steinig“).
Ich frage mich daher wirklich
ernsthaft, mit was diese Bananenscheiben behandelt wurden, so dass sogar die
Wanderratten lieber in den Fallen
starben als einen Bissen von den Bio – Bananen zu nehmen.
Ich kann nur sagen: „Bedenklich....sehr bedenklich“
und werde daher aus diesem Grunde weiter meinem geliebten Speckbrot die Treue
halten.

Da ich das sonderbare Erlebnis
mit den Biobananen bildlich festhalten wollte, startete ich am 17.05.2005 nochmals
den gleichen Versuch. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass dieser Versuch
mit Sicherheit fehlschlagen würde, denn die Ratten hatte ich zum damaligen
Zeitpunkt alle liquidiert. Ich habe
extra für eine längere Zeit in diesem Abschnitt die Ratten „geschont“ und diese
Tiere alle paar Tage mit Hasenfutter und sonstigen Resten „verwöhnt“. Ich
wollte den Versuch binnen weniger Stunden über die Bühne bringen, was mir
schlussendlich mit viel Glück gelang, denn Ratten sind bei einer Veränderung so
wie es eine Falle mit sich bringt sehr misstrauisch.

In der linken Hand halte ich
vom Dezember 2004 alte Weihnachtskekse.
In der rechten Hand halte ich
ungefähr drei Monate alte Biobananen.
Wie sagt man so schön: „Wer die Wahl hat, hat die Qual“
Um 15,00Uhr habe ich die Wina
Falle beködert. Ich habe den Tisch reichlich gedeckt und mit dem Köder nicht
gespart. Zusätzlich verwendete ich noch
ein hartes Hundefutter. Es war ja schließlich die „Henkersmahlzeit“ für die
Ratten.
Ich habe anschließend so ca.
jede Dreiviertelstunde den Fangplatz kontrolliert.

15,35Uhr
Die Weihnachtskekse 1 + 2
fehlen.

16,15Uhr
Das Hundefutter 1 und die
Kekse 2 + 3 + 4 fehlen

16,55Uhr
Das Hundefutter 1 fehlt.

17,00Uhr
Die Ratten zeigten keine
Reaktion, aber sie waren hier. Ein Bananenspalt wurde links vom Brett geworfen.
Nun befürchtete ich schon,
dass sie die Falle erkannt haben.

18,10Uhr
Die Wina Falle hat eine
kapitale Wanderratte zur Strecke gebracht.
Die Ratte wurde aber schon vor
einer längeren Zeit gefangen, denn als ich sie anfasste, war sie beinahe kalt.

Nahansicht.
Die Wina Falle lässt der Ratte
keine Chance.
Der Schlagbügel sitzt perfekt.
Und die Moral von der
Geschichte.
Ratten ziehen 8 Monate alte
Kekse den drei Monate alten Bananenscheiben vor und fressen sozusagen nicht
jeden „Biomüll“.