Tag der offenen Türe.
So
mancher verschließbare Kunststoffkomposthaufen wird nicht nur von den
Wanderratten vom Deckel her attackiert, nein, selbst die Bequemlichkeit des
Besitzers leistet oft ihren Beitrag. Fehlt nun mal beim Komposteimer eine
Halteklammer und wird diese nicht sofort durch eine Neue ersetzt, so ist es nur
noch eine Frage der Zeit, bis sich der erste Spalt gebildet hat. Hat der
Kompostmüll nun das Kunststoffteil auseinander gedrückt so wird es mühselig,
denn man müsste ja quasi den vollen Eimer leeren, die Klammer einsetzen und den
Eimer wieder füllen.
Der
Mensch von der Bequemlichkeit nicht abgeneigt, beginnt in einem solchen Falle
das Problem vor sich her zuschieben. „Irgendwann werde ich es schon richten“.
Die
Zeit vergeht und ehe man an die möglichen Spätfolgen denkt, haben die
Wanderratten diesen bequemen Einschlupf schon gefunden. Bei so einem
Komposthaufen brauchen sich die Ratten nicht mehr extra einnisten und eine
Fluchtröhre ins Innere des Kompostes bauen. Nein. Falls sie vom Menschen
zufällig beim Deckel öffnen überrascht werden, so können sie ja jederzeit
leicht durch diesen auseinander gedrückten Spalt entfliehen.

23.06.2005
Auf
den ersten Blick ein vorbildlich aufgestellter Komposteimer.
Als
Unterlage Betonplatten. Alles Top.

Nach dem Anheben des Deckels kam dieser gravierende Mangel
zum Vorschein.
Da
auf dieser Seite eine Halteklammer fehlt, so wurden durch den Druck des
Biomülles die Kunststoffplatten auseinandergedrückt.

Eine
Wina Rattenfalle wurde daraufhin am Abend in Richtung Einschlupf gestellt.
Die
Falle ist hier noch ohne seitliche Abdeckung.

Die Wina Rattenfalle hier mit der seitlichen Abdeckung.
Der
Eigentümer hat auf mein Anraten nach ca. 14 Tagen den Kompost ausgeräumt und
die fehlende Haltefeder ersetzt.
Somit
wurde das Rattenproblem automatisch gelöst.