Fußabdrücke verraten den nächtlichen Besucher.

 

Ist es unbedingt notwendig einen Marder oder eine Katze am Fußabdruck zu erkennen?

Es schadet auf jeden Fall nicht, wenn man die Spuren unterscheiden kann. Es kann je nach Abdruck die eine oder andere böse Überraschung möglicherweise schon im Vorhinein verhindert werden. Auch wenn ich den ersten Biss des Marders nicht verhindern kann, so bin ich auf alle Fälle zumindest vorgewarnt. Ich kontrolliere täglich das Auto unter der Motorhaube und fahre daher nicht monatelang mit einer zerbissenen Achsmanschette herum. Zündkabel ist ja eh klar. Man steht halt und kommt nicht vom Fleck. Wasserschläuche sind schon mehr riskant, denn es kann ein Motorschaden dabei entstehen. Mir sind mehrere Personen bekannt, bei denen es während der Autofahrt einem „Rumpler“ machte und hernach einige Tausender den Besitzer wechselten.

Sehe ich nun also Spuren auf meinem heiligsten Stück „Auto“ und ich erkenne hierbei eine Katze, so kann ich beruhigt sein. Natürlich macht sie feine Kratzer in den Lack, aber so was ist ja nur eine lächerliche Lappalie. Sozusagen nichts Umwerfendes.

Erkenne ich aber Marderspuren auf dem Auto, so wird meine Aufmerksamkeit dadurch sofort gesteigert. Ich werde als erstes einen Blick unter die Motorhaube machen, ob sich das Tier auch im Motorraum getummelt hat. Kann ich keine Aktivität erkennen, so vergesse ich den nächtlichen Besucher dennoch nicht. Ich beobachte von nun an jeden Tag die Lage. Sind die Spuren einmalig, so kann ich damit rechnen, dass das Tier kein Dauergast ist und nur auf Durchzug hier war. Es ist weitergewandert oder wurde vielleicht schon überfahren. Somit ist die Angelegenheit erledigt.

Wird das Tier aber ortsansässig, so werde ich von nun an auf der Hut sein. Zumindest solange bis ich das Gefühl habe, dass keine „richtige“ Gefahr von ihm ausgeht. Es gibt nämlich zwei verschienen Sorten von Mardern. Die Beißer und die Nichtbeißer.

Hat man nun so einen noch unbekannten Gast ums Haus, so sollte man vorerst Ruhe bewahren. Vielleicht macht er keinen Schaden. Solange er nur auf dem Auto herumturnt, kann man noch damit leben. Beginnt er allerdings Kabel, Schläuche oder Manschetten zu zerbeißen, so muss man schnellstmöglich nach einer Lösung suchen.

Ein kluger Mensch wird sich natürlich sofort in der Nachbarschaft etwas umhören und so möglicherweise schon Hinweise bekommen, ob es in der letzten Zeit einen Marderschaden gegeben hat. Anhand der verschiedenen Aussagen kann ich mir schon im Vorhinein ein mögliches Bild von dem Tier machen.

Schwarzsehen ist also fehl am Platz. Es gilt in erster Linie die Beißer herauszufiltern und dies möglichst gezielt.

Wenn Menschen besorgt an mich herantreten und klagen, dass der Marder bei ihnen immer wieder auf dem Auto herumspringt, so sage ich in der Regel, dass es nicht unbedingt ein Vorteil sein muss, wenn man ihn „wegtut“. Ich erkläre jeweils den betroffenen Personen, dass, solange er keinen richtigen Schaden anrichtet es eher besser ist, wenn man das Tier springen lässt als es zu fangen, denn hinterher kommt selten was Besseres.

 

 

Die Fußabdrücke der Katze.

 

 

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07.03.2008

Eine Katzenspur auf der Motorhaube von einem Ford Fokus.

Solche Spuren sind zwar optisch nicht schön, aber dafür bedeuteten sie auch kein finanzielles Risiko.

 

 

 

 

 

 

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Nahansicht.

Fußabdrücke von Katzen sind rundlich.

 

 

 

 

 

 

Die Fußabdrücke des Steinmarders.

 

 

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07.03.2008

Eindeutige Marderspuren auf einer Windschutzscheibe.

 

 

 

 

 

 

 

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Dieselben Spuren aus einem anderen Blickwinkel.

 

 

 

 

 

 

 

Die Trittsiegel des Steinmarders.

Dieses Tier von welchem ich hier die Pfoten zeige, ist einem Fahrzeug zum Opfer gefallen.

Ich habe den Marder am 31.10.2007 am Straßenrand liegend gefunden und mit nach Hause genommen.

Die Fußabdrücke auf der Scheibe des Autos sind also von einem anderen Steinmarder.

 

 

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Der linke Vorderfuß des Steinmarders.

 

 

 

 

 

 

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Der rechte Vorderfuß des Steinmarders.

 

 

 

 

 

 

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Der linke Hinterfuß des Steinmarders.

 

 

 

 

 

 

 

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Der rechte Hinterfuß des Steinmarders.

 

 

 

 

 

 

 

Was sollte man allerdings nicht machen.

Jeder vernünftige Mensch wird natürlich so ein totes Tier am Straßenrand liegen lassen und die Entsorgung dem zuständigen Personal von der Gemeinde überlassen. Man sollte es nicht glauben, aber selbst tote Tiere können noch unangenehme Überraschungen für den Menschen verbergen. Beim Hantieren mit dem Tier ist mir unbemerkt eine Zecke auf die linke Hand geklettert und von dort unter der Kleidung bis zum Oberarm gelangt. Hierbei hat sich die Zecke danach festgebissen. Ich habe dabei jedoch nicht den geringsten Biss verspürt.

Erst am Abend beim Ausziehen des Hemdes sah ich den schwarzblauen Fleck auf dem Oberarm. Ich zupfte das Tier vorsichtig heraus und beobachtete fast 14 Tage diese Bissstelle. Allerdings wurde die Bissstelle nicht besser sondern mit jedem Tag im Umfang größer, trotzdem ich die Stelle mehrmals am Tag mit einem Schnapstüchlein betupfte.

Nach vierzehn Tagen begab ich mich aber zum Doktor und dieser stellte hierbei Borreliose fest. Es blieb mir nichts anderes übrig, als Antibiotika einzunehmen.

Unser Hausarzt wunderte sich natürlich über den Zeck um diese Jahreszeit. Ich habe ihm allerdings nicht erzählt, von wo ich das Tier tatsächlich hatte.

 

 

 

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Aufnahme stark vergrößert.

Die Zecke, welche mir vom toten Marder unbemerkt unter den Ärmel kletterte.

 

 

 

 

 

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Da ich ja ohnehin schon gebissen war so tötete ich das Tier nicht sofort, sondern schoss noch ein paar Bilder.

Jeder Mensch welcher einen Zeckenbiss abbekommt sollte nicht so lange warten wie ich, sondern sofort den Arzt aufsuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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