Verschiedene Schäden der Wühlmaus auch
Schermaus genannt.
Vernichtet
in Plantagen die Obstbäume der Reihe nach. Lässt Reihen von Zwiebeln
verschwinden, nagt die Kartoffeln an, frisst Wurzeln von Salatköpfen kreuz und quer
im Gartenbeet. Im Gemüsebeet oder Acker kann so manche Schermaus äußerst schwer
zum Fangen sein. Die Schermäuse können durch das lockere Erdreich leichter
ausweichen und die Fallen umgehen. Es gibt immer wieder besonders geschickte
Schermäuse, welche hier ohne weiteres die Wühlmausfalle zum Auslösen bringen,
ohne einen Schaden zu erleiden. Es handelt sich hier aber auch nur um einzelne
Ausnahmen.
Im Feld
fällt Ihre Tätigkeit weniger auf, aber bei genauem hinsehen erkennt man an den
hellen mageren Graswuchs ihre Anwesenheit.
Für Ihre
gefräßige Tüchtigkeit sind zum Glück die meisten
(nicht alle!!!) Schermäuse recht dumm. Aus diesem Grunde sind Sie relativ
leicht mit der Falle zum Bekämpfen. Schwierig könnte es aber werden, wenn sich
mehrere Wühlmäuse in einem Bau befinden. Es könnte zum Beispiel gerade
Paarungszeit sein, oder der Nachwuchs befindet sich noch beim Muttertier. Die
erste Maus geht auch in diesem Fall ohne weiteres in die Falle. Nach diesem
Fang aber kann!! (muss aber nicht) es vorkommen
das die restlichen Mäuse, die sich noch in diesem Bau befinden, nicht mehr
fangen lassen. Aber gerade jetzt sollte der Mäusejäger ruhig Blut bewahren. Bei
solchen Fällen kommt einem dann die jahrelange Fangerfahrung zu Gute. Solche
Ausnahmefälle sind in meiner vierzigjährigen Wühlmausjagd maximal fünfzig Mal
vorgekommen. Aber immerhin habe ich die eine oder andere Aktion noch in
schlechter Erinnerung. In den meisten dieser Fälle konnte ich diese Schermäuse
nur noch mit dem Spaten ( ** siehe ) bezwingen
denn mit der Falle hatte ich fast keine Chance mehr. Das Graben hat sich
allerdings jedes Mal gelohnt, denn es waren in der Regel zwischen zwei und
sechs Schermäuse noch im Bau. Einmal musste ich zwölf Meter zwischen Obstbäumen
graben und das war alles andere als ein Vergnügen. Solche Aktionen führe ich
natürlich nur im Obstgarten oder Gemüseacker durch, wo es wirklich
dringend ist.
Im Feld
setzte ich das Fallenstellen in so einem Fall für ca. 14 Tage aus und stelle
die Fallen danach erneut.
**Die Jagd mit dem Spaten.
Sollte man
nun mal ein außergewöhnliches Pech haben, und eine Schermaus mit der Falle
nicht erwischen, so besteht noch die Möglichkeit, sie mit dem Spaten
herauszuholen. Es ist aber eine sehr aufwändige Arbeit, die sich nur in Gärten
oder Obstplantagen rentiert, wenn laufend ein Schaden durch diese nicht zu
fangende Maus auftritt. Beim Graben mit dem Spaten muss natürlich peinlichst
darauf geachtet werden, dass man ja keinen Seitengang übersieht. Würde sich die
Wühlmaus nun gerade in so einem Gang verstecken, wäre es sozusagen „Glück für
die Maus, und Pech für den Fänger“. Es muss unterm aufgraben ständig mit denn
Fingern vorgetastet werden, bis man die Schermaus spürt. Dabei kann es schon
vorkommen, dass man in den Finger gebissen wird. Mir wurde nur einmal ein
größeres Eck heraus gebissen, denn beim Zurückziehen der linken Hand, hängte
die Schermaus noch daran, und ließ mich nicht mehr los. Ich habe das aber mit
der rechten Hand durch einen kräftigen Schlag geregelt. An und für sich geht es
aber mit einem kleinen Zwicker ab, aber da hatte ich eben Pech.
Ich habe
mir danach am Brunnen die Wunde sauber ausgewaschen, und den Finger in einem
Schnapsgläschen kurz gebadet. Ein Pflaster darauf, und weiter ging die
Wühlmausjagd.
Im
Normalfall sind Schermäuse aber Einzelgänger mit Ausnahme der Paarungszeit und
bei der Aufzucht der Jungen.
Beim
Fallenstellen ist es besonders wichtig, dass man vom Anfang an genau arbeitet.
So können unerwünschte Verzögerungen zum Großteil vermieden werden.
Verschiedene
Schäden.

August
2003
Absterbender
Obstbaum.

Foto von
Mesch Herbert
Totaler
abfraß des Wurzelstockes.

21.12.1995
Wühlmausgang
in 80cm Tiefe.

August
1995
Wurzelkahlfraß
eines Strauchgehölzes.

Zerstörung
der Pflanzendecke einer Wiese.

Foto von
Mesch Herbert
Stark
beschädigte Kartoffeln durch die Wühlmaus.

Die
Wühlmaus ist hier ständig aktiv.
Die Pfeile
deuten auf die frischen Wühlstellen.

Der
Sellerie.
Oder sagen
wir mal so, dass was davon übrig geblieben ist.
Der
Sellerie hatte einen Durchmesser von 15 cm.

Bei diesen
beiden Endiviensalaten wurden von einer Wühlmaus die Wurzeln abgefressen.

28.09.2005
Der
Wurzelstock dieser Edeldistel wurde durch eine Wühlmaus abgefressen.

Ansicht
von unten.
Alle
Wurzeln wurden zerstört.