Der Marder sieht
das Fahrzeug als „Spielobjekt“.
Wenn der Marder zu Besuch kommt, so kann das eine recht kostspielige Angelegenheit werden. Besonders wenn sich das Tierchen unter der Motorhaube vergnügt.
Manchmal kann einem aber so eine Begegnung mit einem Marder sprichwörtlich durch Mark und Bein gehen.
Bei diesem Fall welchen ich hier kurz schildere war der Autobesitzer nach der unerwarteten Begegnung mit dem Marder anschließend „hellwach“. Und das nur nach ein paar Bruchteilen von Sekunden.
Ein Nachbar aus unserer Gegend kam eines Tages zu mir und jammerte wegen eines Marders, welcher immer wieder sein Auto als Rutschbahn benützte. Ich wollte ihm eine Kastenfalle leihen, damit er das Tier fangen könne. Vom Marderfang wollte er aber nichts wissen, denn der Marder sei ja trotz allem so ein „nettes“ Tier.
Im Grunde genommen konnte ich diese Worte nicht verstehen. Jammern und anschließend doch nichts tun. Nein, dass ist mir unverständlich. Aber was soll’s. Jedem das Seine.
Zum Abschied gab ich ihm noch den Rat mit, dass er wenigstens am Morgen eine tägliche Kontrolle unter der Motorhaube machen solle, ob der Marder keine Schläuche ectr. angebissen habe.
Gesagt – getan. Der Autobesitzer kontrollierte von nun an jeden Tag den Motorraum, bis er eines Morgens noch „halbverschlafen“ ein ungeheuerliches Erlebnis hatte. Beim Öffnen der Motorhaube schaute ihm der Marder aus dem Motorraum direkt in die Augen. In seinem Schreck schlug der Besitzer in aller Eile die Kühlerhaube wieder zu, wobei der Marder aber im selben Augenblick durch dieses „offene“ Tor die Flucht ergreifen wollte. Noch ein kurzes Kreischen des Marders und vorbei war der Spuck. Das Tier wurde durch das blitzschnelle herunterschlagen der Motorhabe direkt an der Brust getroffen und verendetet augenblicklich.
Der Marder war tot und der Autobesitzer hatte von diesem Erlebnis weiche Knie. (So seine späteren Worte)
Ich empfehle aber trotzdem jeden Autobesitzer gelegentlich einen Blick unter die Motorhaube zu werfen. Besonders dann, wenn sich solche Spuren wie bei den nachfolgenden Bildern auf dem Auto befinden.

Typische Steinmarderspur auf einer Motorhaube.

Manche Menschen denken bei diesen Spuren, dass es die Katze vom Nachbar war. „Falsch gedacht“.

Diese Marderspuren sind nicht so gestochen scharf.
Dies kommt von der regennassen Schotterstrasse.

Der Marder ging hier mit seinen feuchten „Sandpfoten“ rauf und runter.
Mit der Zeit ergibt es in der Scheibe durch den Sand feine Kratzspuren, welche einem jedoch erst in der Nacht bei Gegenlicht auffallen.

Fußabdrücke nun etwas aus der Nähe.
Auch diese befinden sich auf einer Windschutzscheibe.

Hier rutschte der Marder unzählige Mal über eine Heckscheibe.
Wohl bemerkt. Alles in einer Nacht.

Selbes Auto von oben.
In einer einzigen Nacht hat der Marder das Dach des Wagens in einen „Dreckhaufen“ verwandelt.
Zum guten Abschluss markierte oder urinierte der Marder noch auf die Seitentüre.

Nahansicht der „Brunzspur“.